Per Zufallsverfahren ging es für unseren ersten größeren Ausflug in den „sonnigen“ Süden Irlands. Sonnig war es so gar nicht, eigentlich regnete es die ganze Zeit mehr oder weniger stark, aber schließlich war es auch noch FAST Winter und wir versuchten, das Beste daraus zu machen!

Nach einer mehr als dreistündigen Fahrt kamen wir hungrig in Kinsale, einer liebevoll herausgeputzten, bei Touristen beliebten Kleinstadt an der Küste an. Hier ging es zunächst in ein gemütliches Bücher-Café namens „Poet’s Corner“, wo man nicht nur vergleichsweise günstig sein Mittagessen genießen, sondern nebenher auch gleich noch ein bisschen schnökern konnte. Die Lektüre ist hier nach Genres in verschiedenen Bücherregalen sortiert und es kostet nur etwa 4€, sich ein Buch von dort mitzunehmen. Meine Wahl fiel – nach einer spontanen Umentscheidung kurz vor Schluss – auf ein Buch einer meiner absoluten Lieblingsautorinnen: Cecilia Ahern (sie ist Irin!) und ihr Werk „Where Rainbows End“, das unter dem Namen „Love, Rosie – Für immer vielleicht“ 2014 als Film erschienen ist. Da ich den Film bis dato noch nicht kannte, ließ ich mich erst vor kurzem von diesem außergewöhnlicherweise nur in Brief-/E-Mail-Form geschriebenen 450-Seiter verzaubern.

Es folgte ein Bummel durch den schnuckeligen Ort, aber Bilder sagen mehr als tausend Worte…

Anschließend wollten wir eigentlich das nahegelegene Charles Fort und den Scilly Walk genießen, doch das nass-kalte Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Ohne den Eintrittspreis für das Fort zu bezahlen, fuhren wir nach einem kurzen Blick-Hineinwerfen mit unserem restlichen Ausflug fort. Nach einem kurzen Stopp mit Ausblick auf den Kinsale Harbour, der sich aufgrund der trüben Aussicht nicht von seiner schönsten Seite zeigen konnte, fuhren wir weiter Richtung Süden. Am Old Head of Kinsale wollten wir uns einen schönen Leuchtturm ansehen, doch auch das musste leider ins Wasser fallen – diesmal nicht wegen des Wetters, sondern weil sich der Leuchtturm anscheinend auf dem Territorium eines privaten Golfplatzes befindet, den wir nicht betreten durften.

Unser letzter Stopp für diesen Ausflug war das ca. 1,5 Stunden von Kinsale entfernte Hafenstädtchen Youghal (gesprochen: Johl). Hier war es fast wie ausgestorben und viele Läden, die Touristen-Information eingeschlossen, hatten leider bereits geschlossen. Nach einem kurzen Stadtbummel, besorgten wir uns etwas zu essen für die lange Rückfahrt, die noch dazu von Reiseübelkeit überschattet wurde.

Fazit: Es war eben unser erster Zufalls-Ausflug in Irland, wenn auch nicht der erfolgreichste. Trotz des Pechs mit dem Wetter hat uns Kinsale so gut gefallen, dass wir gut und gerne nochmal herkommen wollen würden. Auch um uns das Charles Fort und den Scilly Walk ansehen zu können.  Überall gibt es niedliche Cafés und andere Läden, die – wenn man denn das nötige Kleingeld hat – sehr einladend wirken. Die Umwege zu einer der Südspitzen des County Cork, um den Leuchtturm zu sehen, und nach Youghal hätten wir uns sparen können, aber im Nachhinein ist man ja schließlich immer schlauer. 😉 Hoffentlich kann der ein oder andere, der dies liest, von unseren Erfahrungen profitieren!

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