Eigentlich ist das hier ein Irland-Blog, aber da wir kürzlich auch in Schottland im Urlaub waren, um die Highlands zu erkunden, und dort etwas wahrhaftig Magisches passiert ist, wollen wir es niemandem vorenthalten. Wie einige vielleicht schon auf Instagram mitbekommen haben, sind wir beide ziemlich große Outlander-Fans. Deshalb rankte sich unser Schottland-Trip zum Großteil darum, die verschiedensten Drehorte der Serie zu erkunden. Darüber wird es sicher irgendwann noch einmal einen ausführlichen gesonderten Beitrag geben. Heute möchten wir aber über das Highlight unserer Reise berichten.

Wir schreiben den 29.9.2021. Ein Tag voller Erkundungen in den schottischen Highlands, darunter Culloden und das Highland Folk Museum, neigt sich dem Ende zu. Unser Aufenthalt in Schottland ist schon fast am Ende angekommen. Am frühen Abend gelangen wir zur letzten Destination an diesem Tag. Viele Kilometer fahren wir in unserem Mietwagen eine sehr schmale, kurvige Straße durch eine saftig grüne, hügelige Landschaft entlang. Wir sind die Einzigen weit und breit – zum Glück kein Gegenverkehr! Wieso tun wir uns das nochmal an? Ach ja, ich hatte lang und intensiv recherchiert, um den wichtigsten Drehort von Outlander ausfindig zu machen. Diejenigen, die die Serie kennen, wissen sicher was gemeint ist. Die Rede ist vom Steinkreis Craigh na Dun. Nur dass es diesen Steinkreis in Wirklichkeit gar nicht gibt. Tatsächlich wurden auf einem Hügel inmitten eines Farmlands namens Kinloch Rannoch angemalte Styropor-Steine nach dem Vorbild anderer schottischer Steinkreise für den Dreh aufgestellt. Natürlich waren diese zum Zeitpunkt unseres Besuchs gar nicht mehr dort, aber die Anhöhe war noch da.

Sobald wir dem Ziel näher kamen, erkannte ich es bereits von Weitem. Ja, hier sind wir richtig, hier wurde es gedreht! Es sieht genauso aus wie in der Serie, nur ohne Steinkreis! Wenn man es genau nimmt, gibt es schon Steine auf der Anhöhe, aber diese fallen deutlich kleiner aus und sind auch nicht in einem Kreis angeordnet. Schnell die Kameras geschnappt und nichts wie hin. Obwohl das hier Privatland ist, sind die Besitzer auf Outlander-Fans eingestellt. Ein Schild weist uns den Weg zum „Craigh na Dun“.
Ein kalter, rauschender Wind pfiff uns um die Ohren. Die Sonne stand tief und tauchte das umliegende Land in ein goldenes Licht. Von der Anhöhe aus kann man in ein Tal blicken, in dem sich ein großer See befindet. Er glitzerte im Licht der langsam untergehenden Sonne. Im Hintergrund ist eine Berglandschaft zu sehen. Es nieselte ganz leicht, so dass man nicht nass wurde, aber für einen Doppelregenbogen, der uns den ganzen Aufenthalt über nicht verließ, reichte es. Geht es noch romantischer? Wer sich anhand dieser Beschreibung noch nicht vorstellen kann, wie atemberaubend schön dieser Ort ist, der möge die Fotos weiter unten ansehen (auch wenn diese die wahre Schönheit nicht wirklich einfangen können).

Ganz gerührt von der unbeschreiblichen Anmut der Natur in diesem Augenblick, blieb uns beiden immer wieder die Spucke weg (und der Mund offen stehen). Nicht nur optisch haute es uns einfach um, ich konnte auch eine ganz besondere Energie wahrnehmen. Ich glaube nicht viele Menschen sind dafür empfänglich, aber ich konnte ganz eindeutig spüren, dass dieser Ort sehr besonders ist. Ward ihr nicht auch schon einmal an einem Ort, der euch eine Gänsehaut verpasst, aber im positiven Sinne? Ich kann mich erinnern, dass es mir vor vielen Jahren einmal an der Stone Henge in England so erging. Und dass Steinkreise wie die Stone Henge nicht umsonst an Orten erbaut werden, an denen verschiedene Energie-Meridiane verlaufen, ist kein Geheimnis. Hier fühlte es sich wieder genauso magisch an. Wie sich im Nachhinein herausstellte, bin ich nicht die einzige, die so empfand. Auch die Outlander-Produzentin Maril Davis beschreibt die Dreharbeiten beim fiktiven Craigh na Dun als besonders magisch, fast schon gespenstisch. Jedes Mal, wenn sie die Szene der 1. Staffel drehten, in der Claire die Blumen am Portalstein pflückt, frischte der Wind wie von Zauberhand auf. “It was just kind of spooky and magical and felt like we were in the right place at the right time. It was just like a special moment.” Ganz genau so war es auch bei uns! Der Ort hat einfach etwas an sich, das man nicht sehen, nicht beschreiben, sondern nur fühlen kann.

Wir beide versuchten dieses spezielle Fleckchen Erde von verschiedenen Winkeln immer wieder auf Foto und Video einzufangen. Ich war so gebannt von der Aussicht und dem doppelten Regenbogen, dass ich alles um mich herum vergaß und gar nicht bemerkte, was sich hinter meinem Rücken abspielte – oder wollte ich es nur nicht bemerken? Mein Herz schlug mir plötzlich bis zum Hals. Nach mehrmaliger Aufforderung Falks, der kurz zuvor verschwunden war, „um auf die Toilette zu gehen“, zerrte ich mich von der Kamera los und drehte mich zu ihm um. Er hielt meine freie Hand und ging plötzlich auf die Knie. Inmitten von unzähligen Schafkot-Häufchen fand er wohl eine unbefleckte Stelle. Aus einem quadratischen Kästchen funkelte mir ein unglaublich schöner Ring entgegen, der perfekter nicht hätte sein können. Ein riesiger zartrosaner Stein im Prinzessinnen-Schliff und 6 glitzernde Brillanten, verbunden von einem zarten rosé-goldenen Band, leuchteten mir entgegen. Sofort brach ich in Tränen aus und beantwortet seine Frage mit „Ja“, noch bevor er sie richtig zu Ende gestellt hatte. Vor Freude weinend fiel ich ihm um den Hals, während die Kamera noch zufällig (und im Nachhinein muss man sagen: zum Glück) mitlief. Wir beide konnten uns nämlich bereits kurz darauf gar nicht mehr erinnern, was wir überhaupt gesagt hatten!

Falk beteuerte mir immer wieder, dass es jetzt eigentlich noch nicht geplant war, erst in ein paar Tagen zu meinem 30. Geburtstag, aber es wäre eben soooo schön hier. Es war, als ob die Natur oder das Universum ihm zugeschrien hätte: „Tu es! Jetzt oder nie! Ein besserer Moment wird nicht kommen!“ Da hatte Falk wohl keine andere Wahl, als spontan umzudisponieren. Und dafür bin ich ihm auch überhaupt nicht böse. Im Gegenteil – es war einfach perfekt und wunderschön. So emotional und romantisch. Lieber Falk, du hast alles komplett richtig gemacht. Wenn man so viele Zeichen bekommt, dann sollte man auch darauf hören. Natürlich flossen bei uns beiden die Tränen, wir hielten uns immer wieder ungläubig in den Armen und wollten, dass dieser Augenblick für immer anhält. Trotz eisiger Kälte verweilten wir noch ungefähr eine Stunde hier. Wir konnten uns einfach nicht losreißen. Es war schlicht und ergreifend zu schön hier, um wahr zu sein!

Im Anschluss fuhren wir – wie es der Zufall so will – in das Hotel in der Ortschaft Falkland, in dem die Inverness-Szenen vom Anfang der 1. Outlander-Staffel gedreht wurden. In dem B&B, in dem Frank und Claire ihre Flitterwochen verbracht hatten, das in Realität „The Covenanter Hotel“ heißt, checkten wir ein. Ja, wir wohnten sogar im gleichen Zimmer, in dem Claire sich die Haare kämmt, während Jamies Geist sie von der Fontäne auf dem Marktplatz aus beobachtet, bis Frank ihn anspricht und er verschwindet. Zum Abendessen stießen wir erstmals auf unsere Verlobung an und schmiedeten Pläne, wann, wo und wie wir es unserer Familie und engsten Freunden erzählen würden. Erstmal blieb es aber unser Geheimnis. Den Abend ließen wir noch feucht-fröhlich in einem Pub um die Ecke bei einer Live-Musik-Session ausklingen. In unserem Outlander-Zimmer sahen wir uns vorm Schlafengehen dann noch einmal das Video vom Antrag an, um uns besser an unsere Worte und das Geschehene erinnern zu können. Wieder schossen uns beiden Glückstränen in die Augen und unsere Herzen klopften schneller. Dieser Tag war einfach perfekt.

Dazu trug auch der Verlobungsring bei. Falk hatte ihn zusammen mit einem Berliner Schmuckdesigner-Kollektiv, namens InJewels, nach meinem Geschmack entworfen und anfertigen lassen. Bereits mehr als 1,5 Jahre zuvor, waren wir hier zufällig vorbeigekommen und hatten ein spontanes Gespräch mit der unglaublich sympathischen Designerin Ama Stella geführt.

Wie Falk mir später erklärte, handelt es sich bei dem rosa Stein um einen Morganit, der auch rosa Beryll genannt wird. Neben berühmteren Beryllen, wie dem Aquamarin (blauer Beryll) oder dem Smaragd (grüner Beryll), ist der Morganit eher unbekannt. Das liegt vielleicht auch daran, dass er recht selten vorkommt und erst 1910 entdeckt wurde.
Der Morganit, der auch “Engelsstein” genannt wird, soll vor allem den Sternzeichen Waage, Wassermann und Stier Glück bringen. Wie gut, dass wir beide Sternzeichen Waage sind! Außerdem sagt man, dass er Stressgefühle lindert und dem Nervensystem zu Ruhe und Balance verhilft. Das kann angesichts der stressigen Hochzeitsvorbereitungen, die noch auf uns warten, sicher nicht schaden! Ihm wird darüber hinaus die Fähigkeit zugesprochen, Gefühle der Liebe zum Vorschein zu bringen und aufrecht zu erhalten. Nicht zuletzt aufgrund seiner Farbgebung wird der Morganit mit Liebe und Romantik in Verbindung gebracht und eignet sich daher ideal für einen Heiratsantrag.
Zusammen mit den 6 Brillanten, die den erhabenen Solitär-Stein auf dem zarten, rosé-goldenen Ring einrahmen, ergibt sich die Zahl 7 – eine berühmte Glückszahl. Falk hätte meinen Geschmack jedenfalls nicht besser treffen können. Niemals hätte ich mit so einem Ring gerechnet, der mich auch nach Monaten noch umhaut, wenn ich ihn betrachte.

Es handelt sich dabei zwar um ein Unikat, der Ring kann jedoch leicht abgewandelt bei InJewels erworben werden. Ich habe ihm – wie könnte es anders sein – den Namen „Craigh na Dun“ gegeben.

„Craigh na Dun“

Solltest du auch mit dem Gedanken spielen, deiner besseren Hälfte bald einen Antrag zu machen, konnte dich dieser Beitrag hoffentlich inspirieren. Gern stellen wir den Kontakt zu den Schmuck-Designern her, solltest du auch an einer Beratung interessiert sein. Wir können die Zusammenarbeit mit InJewels zu 100% und wärmsten Herzens empfehlen. Und nein, das hier ist keine gesponserte Werbeanzeige. 😉

Du hast die bisherigen Outlander-Staffeln auch weggebinged, als gäbe es kein Morgen mehr und möchtest diesen und andere Drehorte besuchen? Wir helfen dir gerne bei der Planung. Hinterlass uns einfach einen Kommentar oder schreib uns eine E-Mail!

Slán,
Verena & Falk

Der „Craigh na Dun“ an den Cliffs of Moher | The „Craigh na Dun“ at the Cliffs of Moher

P.S. Das war nicht die komplette Geschichte, in Wirklichkeit gehört noch ein ganze Menge mehr dazu – z.B. geheimnisvolle Briefe, die ich seit der Landung in Schottland von Falk erhalten habe, mein 30. Geburtstag, an dem der Antrag wohl ursprünglich geplant war, inklusive einer gemeinen Finte von Falk, uvm. Aber diese Geschichte erzählen wir ein anderes Mal…

2 Gedanken zu „Magie des Craigh na Dun

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