In der Anfangszeit begaben wir uns direkt auf erneute Häusersuche. Eine Woche nach unserer Ankunft hatten wir dann einen ersten Besichtigungstermin in Kilrush – einer Kleinstadt direkt am Fluss Shannon, der bald darauf in den Atlantik mündet. Da der verschlafene Ort um diese Jahreszeit wenig zu bieten hat, besuchten wir im Anschluss das etwas belebtere Kilkee – ein während der Urlaubssaison lebendiger Küstenort.  Dort konnten wir das Meer vom Wintergarten des reizenden Restaurants des Stella Maris Hotels beobachten und die zaghaften Frühlings-Sonnenstrahlen genießen. Hier wurde schon fleißig für den baldigen St. Patrick’s Day geschmückt.

Durch Zufall und mit ein bisschen Glück, konnten wir uns am nächsten Tag gleich noch ein Haus ansehen, obwohl die Hausverwaltung bei der wir angefragt hatten, eigentlich nur Ferienhäuser in Lahinch vermittelt. Das Cottage in der Nähe des benachbarten Marktstädtchens hatte alles, was wir uns wünschten: Einen Garten, eine Badewanne, einen Kamin und genügend Platz für uns und unsere Gäste. Außerdem war es nicht weit von Lahinch und somit nur einen Katzensprung von der Küste entfernt. Zuvor hatten wir kein Haus gefunden, dass alle Kriterien erfüllte und trotzdem in unserem Budget lag, aber diesmal hatten wir Glück! Eigentlich mussten wir gar nicht mehr darüber schlafen, aber wir sagten erst am nächsten Morgen zu – gerade noch rechtzeitig, bevor es jemand anderes haben wollte, wie wir danach erfuhren. So schnell kann es auf einmal gehen. Wie in Irland üblich, bekamen wir den Mietvertrag gegen Handschlag und Barzahlung der Kaution  sofort ausgehändigt – kein kompliziertes Bewerbungsverfahren oder Gewarte. Das Haus gehörte nun uns – juhu, nun kann es richtig losgehen! Jetzt blieb uns erstmal genug Zeit, in Ruhe die wunderschöne Umgebung zu erkunden, bis es etwa eine Woche später ans Einziehen ging…

Schnuckeliges Ennis

Zum ersten Mal fuhren wir nach Ennis, in den Verwaltungssitz des County Clare sowie in die sog. Boutique-Hauptstadt Irlands. Ein kleiner, bunter Laden schmiegt sich hier an den nächsten und überall gibt es etwas Neues zu entdecken. Es gibt zwar nur drei kleinere Sehenswürdigkeiten – das Daniel O’Connell Monument, die Ennis Friary und das Clare Museum – dafür kann man hier perfekt für einen Stadtbummel verweilen und man bekommt hier, alles was man benötigt.

Mal wieder am Strand

Wie bereits erwähnt, können wir vom Strand in Lahinch gar nicht genug bekommen, weil das Meer jedes Mal anders ist und sich einem immer wieder ein anderer Anblick bietet. So gut wie immer sieht man mehr oder weniger viele Wassersportler, darunter vor allem Surfer, die sich wagemutig in das doch noch sehr kalte Wasser des Atlantischen Ozeans stürzen – natürlich nur mit Neopren-Anzug. Manchmal sieht man allerdings auch vereinzelt Verrückte, die dort bereits im März nur mit Badehose schwimmen gehen!

Ab Abgrund stehen an den Klippen von Moher

Unser bis dato zweiter Besuch der berühmten Cliffs of Moher sollte nicht zur überlaufenen touristischen Stelle gehen, sondern zur weniger bekannten Seite, von wo aus man einen ebenso atemberaubenden Ausblick hat (der nur weniger berühmt ist) – dem sog. Hag’s Head. Dazu muss man zwar über schmale, verzweigte Nebenstraßen fahren und länger wandern, aber man spart Geld und hat die Klippen fast für sich allein – zumindest um diese Jahreszeit! Wir machten uns zum frühen Abend auf, sodass wir den Sonnenuntergang von dort aus sehen konnten. Wieder mal bestätigte sich, wieso wir diesen Ort als Highlight in Erinnerung behalten hatten. Habt ihr schon mal am (ungesicherten!) Rand so hoher Klippen gestanden und einfach nur den Wind und die wahnsinnige Aussicht genossen? Ein Gefühl von Freiheit. Die Cliffs of Moher sind übrigens die meist besuchte Naturattraktion Irlands. Sie sind zwischen 120 und 214 Meter an der höchsten Stelle hoch. Die höchsten Klippen Irlands liegen jedoch woanders; die Slieve League in Co. Donegal mit einer maximalen Höhe von 601 Metern und die Klippen von Croaghaun auf Achill Island in Co. Mayo sind sogar bis zu 664 Meter hoch. Jedoch sind diese touristisch nicht erschlossen und deshalb weniger bekannt. Aber wer weiß, vielleicht erkunden wir diese bald auch noch!

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